Was ist ein Projekt?

Ein Projekt ist ein zeitlich begrenztes Vorhaben mit definierten Zielen und Ressourcen, das einmalige Ergebnisse liefert und oft komplexe Aufgaben umfasst.

Projekt:
Definition | Beispiele | Synonyme

Ein Projekt ist ein zeitlich begrenztes Vorhaben mit dem Ziel, ein spezifisches Ergebnis oder Produkt zu erzielen. Es zeichnet sich durch Einzigartigkeit, klare Zielsetzungen, einen definierten Anfang und ein Ende sowie den Einsatz begrenzter Ressourcen aus. Projekte erfordern eine sorgfältige Planung, Koordination und Überwachung und beinhalten die Zusammenarbeit verschiedener Stakeholder sowie das Management von Risiken und Unsicherheiten.

Schmuckbild eines White Boards, auf dem Projekte in verschiedenen Phasen dargestellt werden

Praxisbeispiel

Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten in einem IT-Unternehmen, das eine neue Kundenmanagement-Software (CRM-System) entwickelt. Das Projekt ist auf zwölf Monate begrenzt und hat das Ziel, die Kundenbeziehungen zu verbessern und die Effizienz des Vertriebsteams zu steigern. Das Budget beträgt 500.000 EUR.

Zu Beginn

werden mit den Stakeholdern – Vertriebsteam, IT-Abteilung und Endnutzern – die Projektziele festgelegt. In der Planungsphase entsteht ein detaillierter Projektplan mit allen Meilensteinen und Aufgaben. Entwickler, Designer, Tester und Projektmanager übernehmen ihre definierten Rollen.

In der Durchführungsphase

beginnt die Programmierung und das Design der Software. Regelmäßige Tests stellen sicher, dass die Software stabil und benutzerfreundlich ist. Feedback der Endnutzer wird kontinuierlich eingeholt und umgesetzt. Das Projektmanagement überwacht den Fortschritt, um sicherzustellen, dass Zeitpläne und Budgetvorgaben eingehalten werden.

In der Abschlussphase

implementieren Sie die CRM-Software und schulen die Endnutzer. Das Team dokumentiert die Projektergebnisse und erstellt einen Abschlussbericht. Durch die strukturierte Planung und Umsetzung wird die neue CRM-Software pünktlich und im Budgetrahmen fertiggestellt. Das Vertriebsteam profitiert von gesteigerter Effizienz und verbesserten Kundenbeziehungen. Somit wird das Projektziel erreicht.

Anwendungsfall Kundenprojekte Illustration

Synonyme und Abkürzungen

Die meisten Unternehmen führen Vorhaben durch, die man per Definition als Projekt bezeichnen könnte. Allerdings nennt man sie nicht überall gleich. Mancherorts spricht man eher von einer „Initiative“ (wie sich diese aber vom Projekt unterscheidet, lesen Sie in unserem FAQ unten). Bei Sammlungen verschiedene, zusammengehöriger Projekte ist dann eher vom „Programm“ die Rede. In Kundenorientierten Unternehmen ist vermutlich der „Auftrag“ geläufiger.

FAQ 

Wer ist für ein Projekt verantwortlich?

Für ein Projekt ist in der Regel der Projektleiter (auch Projektmanager) verantwortlich. Unterstützt wird der Projektleiter oft von einem Projektteam sowie durch Stakeholder und Sponsoren, die ebenfalls wichtige Rollen im Projekt übernehmen. Welche konkreten Aufgaben für den Projektleiter anfallen, lesen Sie im Abschnitt: „Was versteht man unter Projektmanagement?“.

Was versteht man unter Projektmanagement?

Projektmanagement umfasst die Planung, Steuerung und Überwachung von Projekten, um spezifische Ziele innerhalb vorgegebener Zeit- und Budgetrahmen zu erreichen. Es beinhaltet die Koordination von Ressourcen, die Verwaltung von Aufgaben und die Sicherstellung der Qualität der Ergebnisse. Projektmanagement umfasst verschiedene Prozesse und Disziplinen, darunter:

  1. Initiierung: Definition des Projekts, Festlegung der Ziele, Durchführung einer Machbarkeitsstudie und Einholung von Genehmigungen.
  2. Planung: Detaillierte Planung der Aktivitäten, Ressourcen, Zeitpläne und Budgets. Risikomanagement und Kommunikationsstrategien werden ebenfalls entwickelt.
  3. Durchführung: Umsetzung der geplanten Aufgaben, Koordination des Projektteams und Verwaltung der Ressourcen.
  4. Überwachung und Steuerung: Kontinuierliche Überprüfung des Fortschritts, Messung der Leistung und Anpassung der Pläne, um das Projekt auf Kurs zu halten.
  5. Abschluss: Abschluss des Projekts, Übergabe der Ergebnisse, Freigabe der Ressourcen und Durchführung einer abschließenden Bewertung.

Projektmanagement zielt darauf ab, Projekte effizient und effektiv abzuschließen, indem es klare Strukturen und Prozesse etabliert und die Zusammenarbeit und Kommunikation innerhalb des Projektteams fördert.

Welche Phasen hat ein Projekt?

In der Initiierungsphase

entwirft das Projektteam die Idee, prüft die Machbarkeit und holt erste Genehmigungen ein. Ziele und der grobe Rahmen des Projekts werden festgelegt.

Während der Planungsphase

erstellt das Projektteam detaillierte Pläne, einschließlich Zeitplänen, Ressourcenbedarf, Budget und Risikomanagement. Projektanforderungen und -umfang werden klar definiert.

In der Durchführungsphase

setzt das Projektteam die geplanten Aktivitäten um, koordiniert das Projektteam und überwacht den Fortschritt. Kommunikation und Management der Stakeholder sind in dieser Phase entscheidend.

Während der Überwachungs- und Steuerungsphase

überprüft das Projektteam kontinuierlich Fortschritte, misst Leistungen und nimmt notwendige Anpassungen vor, um das Projekt auf Kurs zu halten.

In der Abschlussphase

beendet das Projektteam offiziell das Projekt nach Erreichen der Projektziele. Ergebnisse werden übergeben, Ressourcen freigegeben und eine abschließende Bewertung durchgeführt. Erfolge und Lessons Learned werden dokumentiert.

Wie unterscheiden sich klassische und agile Projekte?

Klassische und agile Projekte unterscheiden sich grundlegend in ihrer Herangehensweise.
 
Klassische Projekte
folgen dem Wasserfallmodell, das eine lineare und sequenzielle Abfolge von Phasen vorsieht: Initiierung, Planung, Durchführung, Überwachung und Abschluss. Hierbei wird der Projektumfang zu Beginn festgelegt und bleibt über die gesamte Dauer unverändert. Eine detaillierte Planung und umfangreiche Dokumentation sind zentral, und Änderungen sind schwer umzusetzen.
 
Agile Projekte
arbeiten im Gegensatz dazu iterativ und inkrementell. Sie sind in kurze Zyklen (Sprints) unterteilt, die regelmäßig Feedback-Schleifen enthalten. Diese Flexibilität erlaubt es, Anforderungen kontinuierlich anzupassen. Der Fokus liegt auf funktionierenden Produkten und Prototypen statt auf umfangreicher Dokumentation. Agile Teams sind selbstorganisierend und treffen Entscheidungen gemeinsam, was schnelle Anpassungen und kontinuierliche Verbesserungen ermöglicht.
 
Zusammengefasst bieten klassische Projekte Stabilität und Vorhersagbarkeit durch feste Pläne und umfassende Dokumentation, während agile Projekte Flexibilität und Anpassungsfähigkeit durch iterative Prozesse und kontinuierliches Feedback betonen.

Was versteht man unter Projektportfoliomanagement?

Im Kontext des Projektportfoliomanagements (PPM) haben Projekte eine zentrale Bedeutung, da sie die Bausteine sind, aus denen das gesamte Portfolio besteht. PPM befasst sich mit der strategischen Verwaltung einer Sammlung von Projekten, um die Unternehmensziele zu erreichen. Hier sind einige Schlüsselrollen, die Projekte im PPM-Kontext spielen:

Strategische Ausrichtung:

Projekte werden ausgewählt und priorisiert, um sicherzustellen, dass sie zur Erreichung der strategischen Ziele des Unternehmens beitragen. PPM hilft dabei, die richtigen Projekte zu identifizieren, die maximalen Nutzen und Wert liefern.

Ressourcenzuweisung:

Im PPM werden Ressourcen (wie Personal, Budget und Zeit) optimal auf die Projekte verteilt. Dies stellt sicher, dass die verfügbaren Ressourcen effizient genutzt werden und keine Überlastungen oder Engpässe entstehen.

Risikomanagement:

PPM ermöglicht eine ganzheitliche Sicht auf Risiken und deren Auswirkungen auf das gesamte Projektportfolio. Durch eine koordinierte Risikomanagementstrategie können Risiken besser erkannt und gemindert werden.

Leistungsüberwachung:

Im PPM werden die Fortschritte und die Leistung der einzelnen Projekte kontinuierlich überwacht. Dies ermöglicht eine frühzeitige Identifizierung von Problemen und die rechtzeitige Einleitung von Korrekturmaßnahmen.

Optimierung und Balance:

PPM sorgt für ein ausgewogenes Portfolio, indem es sicherstellt, dass eine Balance zwischen kurz- und langfristigen Projekten, verschiedenen Risikostufen und unterschiedlichen Geschäftszielen besteht. Dies fördert eine nachhaltige und robuste Projektlandschaft.

Synergieeffekte:

Durch die Verwaltung von Projekten im Rahmen eines Portfolios können Synergien identifiziert und genutzt werden. Dies kann zu Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen führen, indem gemeinsame Ressourcen und Technologien genutzt werden.

Insgesamt hilft PPM dabei, Projekte nicht isoliert zu betrachten, sondern sie in einen größeren, strategischen Kontext zu stellen. Dies ermöglicht es Unternehmen, ihre Projekte besser zu steuern, ihre Ziele effektiver zu erreichen und den Gesamtwert ihres Projektportfolios zu maximieren.

Was ist das magische Dreieck des Projektmanagements?

Das magische Dreieck des Projektmanagements, auch bekannt als Projektmanagement-Dreieck oder Eisenhower-Dreieck, ist ein Modell, das die drei wesentlichen Einschränkungen eines Projekts darstellt: Zeit, Kosten und Qualität (oft auch als Umfang bezeichnet). Diese drei Elemente stehen in einer wechselseitigen Beziehung zueinander und beeinflussen sich gegenseitig.

  • Um die Zeit zu verkürzen, muss das Projekt möglicherweise zusätzliche Ressourcen (Kosten) erhalten oder der Umfang (Qualität) reduziert werden.
  • Um die Kosten zu senken, kann dies dazu führen, dass das Projekt länger dauert (Zeit) oder der Umfang (Qualität) eingeschränkt wird.
  • Wenn der Umfang (Qualität) erweitert wird, steigen meist auch die Kosten und die Zeit steigen.

Das Ziel ist es, ein Gleichgewicht zwischen diesen drei Faktoren zu finden und sicherzustellen, dass das Projekt die festgelegten Ziele unter Berücksichtigung dieser Einschränkungen erreicht.

Projekte in Meisterplan

Meisterplan ist kein Projektmanagement-Tool, aber als eines der schlanksten PPM-Tools auf dem Markt unerlässlich für den Erfolg von Projekten. Denn bei Meisterplan sehen Sie abteilungsübergreifend alle Projekte, deren Abhängigkeiten untereinander sowie die zugehörigen Ressourcen im Kontext Ihres gesamten Portfolios. Dabei erhalten alle relevanten Stakeholder (bspw. Projektleiter, Abteilungsleiter, Geschäftsführer und Teammitglieder), eigene Ansichten, um sich an der Planung zu beteiligen.

So stellen Sie sicher, dass Ihre Projekte mit der richtigen Priorität bearbeitet werden, keine unnötigen Leerläufe entstehen, Mitarbeiter garantiert verfügbar sowie optimal ausgelastet sind usw. Lesen Sie hier gerne weiter, wenn Sie wissen wollen, was Meisterplan für die Ressourcenplanung kann und warum Meisterplan fürs PPM unerlässlich ist.

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