Wir haben sehr gute Nachrichten für Sie: Die nächste Rezession kommt. Oder die nächste Industrietransformation.
Aber, und das ist entscheidend: Sie haben noch etwas Zeit und Sie sind kein Spielball der wirtschaftlichen oder disruptiven Entwicklungen.

Nutzen Sie diese Zeit und transformieren Sie Ihr Unternehmen mit ein paar kleinen Schritten. Werden Sie bis zur nächsten Rezession so flexibel, adaptiv und handlungsfähig, dass Sie als Gewinner aus ihr hervorgehen.

Ja, als Gewinner! Rezessionen kennen mehr als nur Überlebende, es gibt immer auch solche, die am Ende größere Kuchenstücke mitnehmen, obwohl das Gesamtgebäck kleiner geworden ist. So steigt beispielsweise die Rate, mit der Unternehmen in die Fortune 100 Liste aufgenommen oder aus dieser wieder ausscheiden, in einer Rezession um etwa 50 % – was ein Hinweis auf erhöhte Volatilität nach oben und nach unten ist. Ein gutes Beispiel ist auch American Express. Das Unternehmen hat die letzte Rezession als Anlass genutzt, nicht nur Kosten zu sparen, sondern auch in neue Bereiche jenseits des eigenen Kerngeschäfts sowie in neue digitale Technologien zu investieren. Als Resultat ist der Aktienpreis des Unternehmens in und nach der Krise 2016 um mehr als 700 % gestiegen.

Disclaimer: Ein bisschen Glück werden Sie auch brauchen

Wenn einige Unternehmen in der Rezession oder in einer turbulenten Phase gewinnen, während die meisten verlieren, ist die Frage „Wie machen die das?“ durchaus angebracht. Bevor wir das im Detail beleuchten, gestehen wir uns jedoch noch eines ein: Glück gehört auch dazu.

Rezessionen beispielsweise sind hochgradig fluide Situationen und bringen eine Menge teils chaotischer Veränderungen mit sich. All das lässt sich im Voraus nicht perfekt planen – und auch nur bedingt beeinflussen. Das heißt aber nicht, dass wir gar nicht vorausdenken können oder Glück der wichtigste Faktor ist.

Natürlich, die weltwirtschaftliche Lage ist ein bisschen wie Wetter – ein hochkomplexes System, in dem es manchmal kalt regnet und heftig windet … aber Sie haben zu Hause ja vermutlich auch eine Winterjacke und einen Regenschirm. Vorbereitung ist der Schlüssel!

1. Werden Sie ein flexibles, adaptives Unternehmen

Es gibt verschiedene Dinge, die ein Unternehmen angehen kann, um sich auf eine Rezession vorzubereiten. Manche davon lassen sich ganz einfach und rezeptartig angehen. Beispiel: Ausreichend Geldreserven ansparen, um 3 bis 6 Monate weitermachen zu können, komme was wolle. Solche Tipps sind wichtig und richtig, aber wer die nächste Rezession nicht nur überleben, sondern gewinnen will, muss tief durchatmen und Grundsätzlicheres angehen.

Be like water, my friend!

Wenn Rezessionen hochgradig fluide, chaotische und unvorhersehbare Situationen sind, dann müssen wir in der Lage sein, flexibel auf sich ständig ändernde Rahmenbedingungen zu reagieren. Und ja, flexibel ist eines der vielleicht am häufigsten missbrauchten, sinnentleertesten Buzzwords des 21. Jahrhunderts, aber hier ist es absolut angebracht: Alle Maßnahmen, die Ihnen helfen, in einer Rezession noch zuzulegen, laufen im Endeffekt auf Flexibilität hinaus. Oder, in den unsterblichen Worten von Bruce Lee: Be water my friend!

Um adaptiv zu werden, brauchen Sie schnelle, effiziente Strukturen, die es ihnen erlauben, auf teilweise rasante und unvorhergesehene Entwicklungen reagieren zu können. Egal, ob es darum geht, sich von einem Rückschlag zu erholen, eine sich plötzlich eröffnende Opportunity zu ergreifen oder eine technologische Innovation als erster für die eigene Branche zu nutzen und den Markt so auf den Kopf zu stellen.

Flexibilität muss für Unternehmen mehr bedeuten als nur „offen für neue Ideen sein” oder „einfach mal irgendetwas ausprobieren”. Eine Rezession ist nicht der Zeitpunkt, spontan seiner Experimentierlaune freien Lauf zu lassen. Stattdessen braucht es Strukturen für Flexibilität. Konkreter braucht es Strukturen und Prozesse, mit denen das Unternehmen die folgende Frage beantwortet: Wie können wir unsere Strategie der veränderten Wirtschaftslage anpassen UND diese Strategie tatsächlich umsetzen? Alles, was Sie tun müssen:

Es gibt verschiedene Wege, um solche Strukturen zu etablieren. Eine Methode, die wir empfehlen, ist Lean PPM (Lean Project Portfolio Management).  Mehr dazu lesen Sie weiter unten!

Flexibilität und Handlungsfähigkeit helfen durch die Rezession

Machen Sie Flexibilität zu einem Unternehmensziel, um handlungsfähig zu bleiben

Betrachten wir drei typische Tipps, die Sie in der Literatur zum Thema „Rezession überleben“ finden: Rücklagen anlegen, Portfolio diversifizieren, Zulieferer diversifizieren.

Alle drei Maßnahmen zielen darauf ab, Ihre Handlungsfähigkeit zu erhalten. Sie brauchen Rücklagen, um in schlechten Monaten weitermachen oder sogar investieren zu können. Wenn Sie Ihr Geschäft breiter aufstellen, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass all Ihre Geschäftsbereiche gleichzeitig hart getroffen werden. Wenn Sie sich nicht nur auf einen oder wenige Zulieferer verlassen müssen, kommt Ihnen das nicht nur in Preisverhandlungen zugute – Sie stehen auch nicht plötzlich mit dem Rücken zur Wand, wenn Ihr Zulieferer in der Rezession selbst untergeht. Die eigene Handlungsfähigkeit erhalten ist die wichtigste Maxime bei der Vorbereitung auf den Abschwung.

Auch dies gelingt aber besser, wenn Sie Strukturen und Prozesse etablieren, mit denen Sie bewerten können, welche Maßnahmen zu Ihrer Handlungsfähigkeit beitragen. Und ob dieser Gewinn an Handlungsfähigkeit die Opfer wert ist, die Sie hinsichtlich der Erfüllung anderer Ziele leisten müssen.

Ein Beispiel: Nach jahrelanger Zusammenarbeit bietet Ihnen ein Kunde die Gelegenheit, das bisher größte Projekt Ihrer Firmengeschichte durchzuführen. Es stellt nicht nur einen Übergang Ihrer Firma in eine andere Größenklasse dar, sondern verspricht auch satte Gewinne. Das Problem: Es erfordert massive Investitionen und bindet die verfügbaren Ressourcen auf längere Zeit. Eigentlich wollten Sie aber Ihr Portfolio verbreitern und zusätzliche Geschäftsfelder aufbauen, um sich gegen konjunkturelle Schwankungen in Ihrer Branche abzusichern.
Es gibt hier aus dem Stand keine richtige oder falsche Entscheidung. Worauf es ankommt, ist, dass Ihr Unternehmen über die entsprechenden Strukturen verfügt, um die verschiedenen Vor- und Nachteile gegen Ihre Strategie abzuwägen. Und dass Ihr Unternehmen in der Lage ist, eine einmal gefällte Entscheidung auch wirklich umzusetzen.

Innovation schlägt Tradition

Aus der Vergangenheit lernen ist gut. Blind Rezepte anzuwenden, die früher funktioniert haben, ist es nicht.

Die letzte Rezession war ein Cash Crunch, ausgelöst durch die Finanzkrise. Viele Unternehmen haben darauf mit Investitionsstops und Reduktion ihrer Kosten reagiert. Und oft hat das funktioniert. Die vergleichsweisen guten Erfahrungen mit diesem Vorgehen dürfen aber nicht blind auf die nächste Rezession übertragen werden.

Voraussichtlich werden die Gründe für die nächste Rezession gänzlich andere sein und nach gänzlich anderen Antworten verlangen. Politische Rahmenbedingungen verschieben sich, traditionelle Geschäftsmodelle verlieren ihre Gültigkeit (*hust* Verbrennungsmotor *hust*), Machine Learning und AI könnten nächsten Dienstag schon disruptive Veränderungen anstoßen, denen sich keine Branche entziehen kann.

In einem solchen Umfeld gewinnt nicht, wer versucht, mit möglichst wenig Geld seinen alten Stiefel weiterzumachen.

Im Gegenteil, es gilt AKTIV vorzugehen, sich anzupassen, und bei Bedarf auch zu investieren, um gerade im Bereich Technologie keine Entwicklungen zu verschlafen.

Neben Cash-Reserven verlangt die nächste Rezession daher vor allem Risikobereitschaft und die Fähigkeit, schnell gute strategische Entscheidungen treffen zu können.

2. Stellen Sie mit Lean PPM sicher, dass Sie umsetzungsfähig sind

Mit Lean PPM organisieren Sie sowohl die strategische Zielsetzung und periodische Zielanpassung Ihres Unternehmens, als auch die Gestaltung Ihres Portfolios und Ihres Ressourcenmanagements mit Blick auf diese Ziele.

Im Kern geht es also darum, wie Sie sicherstellen,

  • dass Ihr Portfolio an Projekten und Vorhaben zu Ihren strategischen Zielen passt und
  • dass Sie in der Lage sind, diese Projekte und Vorhaben tatsächlich umzusetzen.

Zudem wurde die Methode speziell dafür entwickelt, mit möglichst kleinem Overhead zu funktionieren. Die Devise: Nur die nötigen Infos und nur die nötigen Meetings, an denen nur die nötigen Personen teilnehmen.

Die Methode ist in vier Bereiche unterteilt: Strategize, Collect, Decide, Execute. Um Ihnen einen ersten Eindruck zu geben, hier eine kurze Einführung in diese Bereiche.

Mit Lean PPM die Rezession gewinnen

Strategize: Flexibilität als Teil der Unternehmensstrategie

Im Bereich Strategize gibt es zwei übergeordnete Ziele: Zum einen gilt es, die strategischen Ziele des Unternehmens festzulegen, zu priorisieren und in festen Intervallzyklen (zum Beispiel alle 6 Monate) an Veränderungen anzupassen. Zum anderen wird erarbeitet, wie die Bewertung und Priorisierung neuer Projektideen in der Praxis konkret erfolgen soll. Das ist Ihr Hebel, um beispielsweise Diversifizierung über kurzfristigen Gewinn zu stellen.

Ziele:

  • Strategische Ziele festlegen und gewichten

  • Bewertungsschema für neue Projekte und Vorhaben entwickeln

Collect: Systematisches Sammeln und Bewerten von Initiativen

Im Bereich Collect geht es um das systematische Sammeln neuer Ideen für Projekte und Vorhaben sowie deren Aufbereitung für die spätere Bewertung hinsichtlich der strategischen Unternehmensziele. Es gilt einen Prozess zu etablieren, der möglichst offen ist für alle Arten neuer Ideen und gleichzeitig eine klare Struktur vorgibt, die hilft, diese Ideen bewertbar und somit vergleichbar zu machen.

Ziele:

  • Ideen für Projekte und Vorhaben sammeln

  • Erste Vorbereitung der Ideen für die Bewertung

Decide: Projekte priorisieren, die Ihnen in der Rezession Flügel wachsen lassen

Im Bereich Decide werden die in Collect gesammelten Vorschläge zunächst aufgegriffen, weiter verfeinert und dann für die abschließende Bewertung vorbereitet – beispielsweise, indem auf die Expertise entsprechender Experten im Unternehmen zurückgegriffen wird. Den Abschluss von Decide bildet das sogenannte Portfolioboard Meeting. Hier tritt das höchste Gremium des Lean PPM-Prozesses zusammen und entscheidet, welche Projekte und Vorhaben das neue Portfolio bilden. Dabei werden sowohl die neuen, zuvor aufbereiteten Ideen berücksichtigt als auch der Stand der bereits laufenden Projekte. Damit eine Strategie nicht nur gemacht, sondern auch umgesetzt wird, entscheidet das Portfolioboard auf Basis der erarbeiteten Projektpriorisierung auch über die Ressourcenzuteilung.

Ziele:

  • Abschließende Bewertung der Projektideen

  • Konfliktlösung für komplexere Probleme in laufenden Projekten und Vorhaben

  • Ressourcenzuteilung auf Basis der Projektpriorisierung

  • Erstellung des aktuellen Portfolios durch das Portfolio Board

Execute: Sicherstellen, dass die strategisch wichtigen Projekte auch gelingen

Hier geht es um die tatsächliche Umsetzung des beschlossenen Portfolios, jedoch nicht auf der Ebene des Projektmanagements. Stattdessen ist das Ziel die Begleitung der laufenden Projekte aus Portfolioperspektive. Kommt es beispielsweise in einem Projekt zu Verzögerungen, beeinflusst dies die Ressourcenplanung und somit auch andere Projekte. In Execute werden Lösungen für derartige Probleme erarbeitet und umgesetzt, wobei sich erneut an den zuvor erarbeiten Projektpriorisierungen orientiert werden kann. Herausforderungen und Konflikte, für die in den dafür vorgesehen Gremien keine einfache Lösung gefunden werden kann, werden an das Portfolioboard eskaliert und dort geklärt.

Ziele:

  • Lösung von Portfolio-relevanten Problemen in der Umsetzung

  • Eskalation komplexerer Probleme an das Portfolio Board

Noch Fragen? Wir helfen gerne!

Unser Experten-Team bespricht gerne mit Ihnen, wie Lean PPM Ihrem Unternehmen bei der Vorbereitung auf die Rezession helfen kann. Kontaktieren Sie uns einfach.

Und das alles hilft mir in der Rezession?

Ja! Mit Lean PPM etablieren Sie einen extrem schlanken, flexiblen Prozess, mit dem Sie a) Ihre Ziele beständig an sich wechselnde Bedingungen anpassen, b) offen sind für neue Impulse und Ideen, c) alle diese Impulse und Ideen vor dem Hintergrund Ihrer Ziele bewerten und d) sicherstellen, dass Herausforderungen in der praktischen Umsetzung strukturiert angegangen und bewältigt werden.

In einer Rezession ist ein solcher strukturierter Prozess zur schnellen strategischen Ausrichtung eines Unternehmens Gold wert (oder zumindest Geld). Flexibilität und Handlungsfähigkeit sind alles.

Oder um mit Bruce Lee zu schließen: „To hell with circumstances. I create opportunities.“

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