Alles wird gut! Drei Forschungsergebnisse des PMI und ihre Bedeutung

Forschungsergebnisse des PMI

In vier Wochen lädt das Project Management Institute (PMI) zur PMI® Global Conference. „It’s more than a meeting.“, schreibt das PMI über die Konferenz. Richtig! Eine Woche lang kommen tausende von Projekt- und Portfoliomanagern zusammen, diskutieren, feiern, teilen ihr Wissen und entwickeln die PM- und die PPM-Welt weiter. Mittendrin dabei sein wird auch Karoline Holicky von Meisterplan (schreiben Sie uns gerne, wenn Sie Karoline treffen möchten).

Die Konferenz ist jedenfalls Grund genug, die jüngsten Veröffentlichungen des PMI noch einmal zu lesen. Zum Beispiel die beiden großartigen Paper „Pulse of the Profession® 2017“ und „The Drivers of Agility“. Nach der Lektüre fühlt man sich besser, versprochen! Denn: Alles wird gut. Oder zumindest besser. Zum ersten Mal seit fünf Jahren gibt es eine bemerkenswert positive Entwicklung in der Art und Weise, wie erfolgreich Unternehmen mit ihren Projekten und Programmen sind. Mehr Projekte als je zuvor werden erfolgreich und innerhalb des Budgets abgeschlossen. Das hat mehrere Gründe – drei davon möchten wir kurz skizzieren:

PMOs sind ein Motor für den Erfolg strategischer Projekte

Project Management Offices (PMOs) können in Unternehmen eine Brücke zwischen der allgemeinen Unternehmensstrategie und den konkreten Projekten bauen. Aus der Pulse of the Profession-Umfrage des PMI geht hervor, dass PMOs bei der Koordination und Überprüfung des Projektportfolios in Unternehmen eine immer größere Rolle spielen. Gab es 2007 in 61% der Unternehmen ein PMO, sind es mittlerweile schon 71%. Die gute Nachricht: Unternehmen mit einem strategischen PMO schließen 38% mehr Projekte erfolgreich ab, die die ursprünglich definierten Ziele erreichen. Außerdem verzeichnen sie 33% weniger gescheiterte Projekte.

Unsere Einschätzung: Diese Zahlen zeigen, wie wichtig ein PMO ist – wenn es denn strategisch arbeiten darf und nicht nur ein verlängerter Arm des Controllings oder der Verwaltung ist. Es braucht ein PMO, das das Projektportfolio an der Unternehmensstrategie ausrichtet, Risiken und Benefits einschätzt und den Projektverlauf bis zum Erfolg unterstützt und auswertet.

Mannstarkes PMO

Standardisierte Methoden im Projektmanagement? Ja, aber nicht für alle!

Unternehmen, in denen standardisierte Projektmanagement-Methoden zum Einsatz kommen, verschwenden 28 Mal weniger Geld, weil sie mehr strategisch wichtige Projekte erfolgreich abschließen. Gleichzeitig funktioniert es nur selten, von oben herab eine Projektmanagement-Methode zu diktieren, die für alle gelten soll. Die Pulse of the Profession-Studie des PMI zeigt, dass das nur in 21% der Unternehmen gelingt. Die übrigen 79% nutzen unterschiedliche Methoden je nach Abteilung oder Team oder schreiben gar keine Projektmanagement-Methode vor.

Unsere Einschätzung: Egal ob Agil, Wasserfall oder Hybrid – Teams wissen meist selbst am besten, wie sie Projekte erfolgreich abschließen können. Die Zahlen zeigen, dass eine einheitliche Projektmanagement-Methode für alle utopisch, und unserer Meinung nach auch nicht wünschenswert ist. Das PMO benötigt nur wenige Kerndaten aus dem Projektmanagement, um das Portfolio zu steuern – Lean PPM eben. Alles andere ist Schikane.

Standardisierte Projektmanagement-Methoden

Agility ist die Symbiose aus Strategie und Schnelligkeit

Disruptive Technologien, verschärfter Wettbewerb, stetige Umwälzungen im Markt – Unternehmen sind auf Effizienz und Effektivität angewiesen, um bestehen zu können. Sie müssen ihre Organisation von innen heraus so verändern, dass sie mit der Schnelligkeit ihrer Umwelt mithalten können. Das Buzzword für dieses Mindset ist „Agility“. Agility steht für die Fähigkeit, flexibel zu sein, schnell reagieren zu können und vor allem Chancen für Wachstum nicht nur zu erkennen, sondern zu schaffen. Und dieses Wachstum passiert nicht von selbst, es passiert in Projekten und Programmen – unabhängig von der Methode, mit der sie umgesetzt werden. Laut der The Drivers of Agility-Studie des PMI schließen Unternehmen mit einer hohen Agility deutlich mehr Projekte erfolgreich, das heißt unter Zielerfüllung, ab. Auf die genutzte Projektmanagement-Methode bezogen sind das bei den Unternehmen mit hoher Agility 68% mit Agile, 71% mit Predictive und 72% mit Hybrid. Bei Unternehmen mit einer niedrigen Agility sind es nur 41% mit Agile, 45% mit Predictive und 51% mit Hybrid.

Agility im Projektportfoliomanagement

Unsere Einschätzung: PMI President and CEO Mark A. Langley schreibt sehr treffend: „True agility is a balance – not a battle – of choices.” Unternehmen müssen also eine Balance finden zwischen Anpassungsfähigkeit, Schnelligkeit, Kosteneffizienz, Performance, Risiken und vielen weiteren Faktoren. Eine Haltung im Sinne von Agility unterstützt Unternehmen, Routinen in Frage zu stellen und Chancen zu nutzen. Wenn Unternehmen dann die richtigen Fähigkeiten, Tools und Ressourcen an der Hand haben, können sie agieren, statt reagieren.

Unsere Empfehlung zur Vorbereitung auf die Konferenz: Lesen Sie sich die verlinkten Paper durch, dann sind Sie bestens für die Diskussion gerüstet.

Sind Sie noch auf der Suche nach einem Projektportfoliomanagement-Tool, das Ihrem PMO, Ihren Projektmanagement-Methoden und Ihrer Agility nicht im Weg steht? Meisterplan unterstützt PMOs bei der Planung eines strategischen Portfolios. Mit der Lean PPM-Methode bleiben Sie unabhängig von den genutzten Projektmanagement-Methoden in Ihrem Unternehmen. Und Meisterplan ermöglicht Agility durch Schnelligkeit und wahre Flexibilität. Testen Sie uns einfach 30 Tage lang kostenlos oder schreiben Sie uns, wenn Sie sich mit Karoline auf der PMI® Global Conference treffen möchten.

Von | 2017-09-29T12:09:22+00:00 29. September 2017|Kategorien: Projektportfoliomanagement, Unternehmensnews|

Über den Autor: Annegret Widmer

Annegret Widmer hat ihre langjährige Hass-Liebe-Beziehung zu Excel als PPM- und RM-Tool bei einer Agentur beendet und hilft jetzt Unternehmen und Organisationen dabei, Meisterplan und Best Practices für Ressourcenplanung und Projektportfoliomanagement zu entdecken. Wenn sie gerade keine Pixel oder Ressourcen als Marketing Managerin bei Meisterplan verschiebt, schiebt sie Figuren übers Spielbrett.

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